Meditation für Kinder

Meditation kann Kindern helfen, innere Signale von Stress zu lesen und darauf zu reagieren, bevor ihr sich entwickelndes Gehirn und ihr Körper einem ausgewachsenen Wutanfall nachgeben. Der Schlüssel liegt darin, zu erkennen, was Ihr Kind braucht, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, und ihm die Werkzeuge zum Üben zu geben.

Die Vorteile der Meditation

Meditation kann sowohl Kindern als auch Erwachsenen helfen, diese innere Ruhe zu finden.

  • Besserer Schlaf
  • Reduzierte Angstzustände
  • Verbessertes Selbstwertgefühl
  • Fähigkeit, sich zu konzentrieren und zu lernen
  • Reduziertes Stressniveau

Kinder haben beim Erlernen der Meditation deutliche Vorteile gegenüber Erwachsenen, aber auch andere Herausforderungen. Kinder sind im Allgemeinen bereitwilliger und aufgeschlossener. Sie sind neugierig und bereit, sich auf neue Dinge einzulassen, und sie sind ehrlich, wenn es um Dinge geht, die sie nicht interessieren. Wenn wir jedoch von Kindern erwarten, dass sie so stillsitzen wie ein Erwachsener, werden Sie schnell sehen, was wie ein Misserfolg aussieht.

Erwachsene haben die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, brauchen aber oft viel länger, um sich zu entspannen. Wir kommen mit einer Menge Gepäck, und der Prozess des Entspannens kann Dinge hochbringen, die verarbeitet werden müssen, um weiterzukommen. Ein Body Scan – oder eine Selbsteinschätzung der Spannung im Körper – kann 30 Minuten dauern.

Der Einstieg in die Meditation

Jeder Erwachsene, der einem Kind Meditationstechniken beibringen möchte, muss bereit sein, mit seiner eigenen Praxis zu beginnen – und sich daran gewöhnen, aus dem Rahmen zu fallen. Sie brauchen nicht viel Erfahrung – allein die Konzentration auf die eigene Ausatmung von Anfang bis Ende ist ein Anfang.

Kinder brauchen die Erwachsenen um sich herum, um sich so zu verhalten, wie sie es vorleben können. Kinder müssen auch hören und spüren, dass ihre Erwachsenen sie gut genug kennen, um die Meditation an ihre Bedürfnisse und Vorlieben anzupassen, die sich von Tag zu Tag ändern können. Vertrauen Sie auf Ihre Intuition, dass Sie wissen, was das Beste für Ihr Kind ist, und wenn Sie gemeinsam Mediation üben, wird diese Verbindung stärker werden.

Meditation für Kleinkinder

Für die Jüngsten ist Meditation wahrscheinlich eher eine “achtsame Bewegung”. Versuchen Sie es mit einer leichten Diskussion über Dinge, die Ihr Kleinkind glücklich machen, und lassen Sie es die Teile seines Körpers berühren, die dieses Glück spüren. Dann lassen Sie es an etwas denken, das unglücklich ist und wo es das fühlt. Um diese unangenehmen Gefühle zu lindern, versuchen Sie, sie mit den Geräuschen und der Befriedigung eines tiefen Atemzugs zu beschäftigen.

Sie trainieren das Gehirn, Signale von Stress zu erkennen und mit Übungen zu reagieren, die den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen.

Zappeln im Kleinkindalter ist keine schlechte Sache. Ihre kleinen Körper und Gehirne machen eine gewaltige Entwicklung durch, und sie haben noch nicht das emotionale Vokabular, um Ihnen zu sagen, wenn sie große Sprünge im Verständnis machen oder sich selbst beruhigen müssen. Das Ziel ist es, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade sind. Wenn es 30 Sekunden sind, toll. Lassen Sie uns 30 Sekunden machen. Wenn ein Kind die Signale seines Körpers kennt, wird es Selbstfürsorge praktizieren, auch wenn es von seinen erwachsenen Begleitern getrennt ist.

Meditation für Kinder im Vorschulalter

Ab einem Alter von etwa 3 oder 4 Jahren beginnen Kinder, auf Elemente einer Geschichte zu achten, was den Weg für eine geführte Meditation ebnet. Versuchen Sie, Ihr Vorschulkind auf eine Reise mitzunehmen, indem Sie es sanft mit Ihrer Stimme anleiten, darüber nachzudenken, wie sich jeder Teil seines Körpers von Kopf bis Fuß anfühlt.

Oder denken Sie sich ein leichtes Märchen aus, in dem ein Lieblingstier oder -spielzeug die Hauptrolle spielt. Wenn Ihr Kind sich gegen diesen Versuch der Beruhigung sträubt, üben Sie es selbst ein wenig mehr, indem Sie sich auf einfachere Techniken wie die Konzentration auf den Atem zurückziehen. Mit Ihrem Engagement werden die Kinder beginnen, sich darauf einzulassen.

Meditation für große Kinder

Meditative Musik und aufgezeichnete Meditationen können eine zutiefst beruhigende Wirkung auf Kinder haben. Lassen Sie Ihr Kind die Stimme oder Klangtextur auswählen, die einen angenehmen Raum schafft. Traditionelle Meditationsmusik enthält oft tibetische Klangschalen, die auf Frequenzen schwingen, von denen gesagt wird, dass sie Teile des Körpers, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, wiederherstellen und heilen.

Erfahrungsgemäß reagieren neurotypische Kinder, wie z.B. solche mit Autismus-Spektrum-Störung, gut auf Töne, die von Klangschalen erzeugt werden. In anderen Situationen bringen Aufnahmen von Naturgeräuschen Kindern Ruhe und Frieden.

Man kann ein Kind dazu bringen, still zu sitzen, aber man kann es nicht zur Meditation zwingen. Wie bei den meisten wünschenswerten Verhaltensweisen müssen wir als Eltern zuerst eintreten und Engagement für ein tieferes Bewusstsein zeigen. Wenn Sie eine meditative Praxis vorleben, werden auch Ihre Kinder eine erlernen.